Zahlenrätsel, IQ- und EQ-Aufgaben für intelligente Köpfe

Emotionale Intelligenz (EQ)

Ein Auszug aus meinem Buch “Emotionale Intelligenz”

In dem Konzept der emotionalen Intelligenz steht das Erfassen von Gefühlen im Vordergrund, dies gilt sowohl für eigene Emotionen wie auch für die anderer Menschen. In je höherer Ausprägung man diese Fähigkeiten hat, um so mehr beeinflusst dies dann auch Menschenkenntnis, Toleranz und Lebensweisheit. Der EQ (emotionaler Quotient) besitzt eine hohe Anpassungsfähigkeit und während einzelne Intelligenzfunktionen im höheren Lebensalter stetig geringer werden, nimmt der EQ im fortgeschrittenen Alter sogar noch zu. Nicht zuletzt deswegen kann der Einsatz älterer Menschen am Arbeitsplatz so wertvoll sein, auch wenn im Alter Flexibilität und Arbeitsgeschwindigkeit oft geringer werden.

Bereits 1920 hatte Edward Lee Thorndike den Begriff der „sozialen Intelligenz“ für die Fähigkeit verwendet, andere Menschen richtig verstehen und anleiten zu können. Die amerikanischen Psychologen hatten um das Jahr 1990 herum das Konzept der emotionalen Intelligenz vorgelegt, das hauptsächlich auf die gefühlsmäßigen Probleme ausgerichtet ist, die in persönliche und soziale Schwierigkeiten eingebettet sind. Im Jahr 1995 erschien von dem amerikanischen Wissenschaftsjournalisten Daniel Goleman das Buch mit dem Titel „Emotionale Intelligenz“, womit er den Begriff schlagartig bekannt machte.

Übungsaufgaben

Die EQ-Aufgaben in diesem Bereich zeigen Ihnen, wo die Potenziale Ihrer emotionalen Intelligenz liegen und wie Sie diese durch Test und Training noch besser umsetzen können als bisher. Bestimmt werden Sie viel über sich erfahren und Bereiche entdecken, in denen Sie Ihre Stärken noch bewusster wahrnehmen und bestimmte Schwächen klarer benennen und ausgleichen können.

Persönliche und soziale Kompetenzen

Daniel Goleman versteht unter emotionalen Intelligenz „die Fähigkeit, unsere eigenen Gefühle und die anderer zu erkennen, uns selbst zu motivieren und gut mit Emotionen in uns selbst und in unseren Beziehungen umzugehen“ (Goleman, 2011, S. 387). Die emotionale Intelligenz ist grundlegend für harmonische Beziehungen und die Sicherheit, angemessene private und berufliche Entscheidungen zu treffen. Goleman ist der Auffassung, dass der berufliche Erfolg nicht nur auf fachlicher Kompetenz, sondern auch auf dem professionellen Umgang mit Mitarbeitern und der optimalen Ausschöpfung deren Potenziale beruht. Auch die Nutzung von solchen Eigenschaften, wie Teamfähigkeit, Konfliktlösung und Stressbewältigung sind von großer Bedeutung. Die Fähigkeit, Gefühle und Verstand in Einklang zu bringen, bringt wertvolle Vorteile sowie für Führungskräfte als für Mitarbeiter, denn: „Was nützt ein hoher IQ, wenn man ein emotionaler Trottel ist?“ (Goleman, 1995).

Daniel Goleman definiert den Begriff der emotionalen Kompetenz als Fähigkeit, intelligent mit den eigenen Gefühlen wie auch mit den Empfindungen anderer Personen umzugehen. Ein emotional kompetenter Mensch verfügt über ausgeprägte Fähigkeiten zu emotionalen und motivationalen Selbstregulation. Emotionale Kompetenzen lässt sich nach Daniel Goleman in zwei Gruppen unterteilen: persönliche und soziale Kompetenzen. Diese basieren auf fünf Lebens- und Persönlichkeitsbereichen mit insgesamt fünfundzwanzig emotionalen Kompetenzen.

Persönliche Kompetenzen

Selbstwahrnehmung

Die Wahrnehmung und das Verstehen von eigenen Gefühlen, Bedürfnissen, Motiven und Zielen sowie eine Selbsteinschätzung.

Selbstregulierung

Die Fähigkeit, die eigenen Gefühle so zu handhaben und zu steuern, dass sie angemessen sind.

Motivation

Der Begriff "Motivation" gibt Aufschluss über die Beweggründe des Handels und Verhaltens eines Menschen.

Soziale Kompetenzen

Soziale Fertigkeiten

Soziale Kompetenzen sind Schlüsselqualifikationen, die es erlauben, effektiv mit anderen Menschen zusammenzuarbeiten.

Empathie

Unter Empathie wird die Fähigkeit verstanden, sich in die Gefühle, Gedanken und Emotionen anderer Menschen hineinzuversetzen.