Zahlenrätsel, IQ- und EQ-Aufgaben für intelligente Köpfe

Selbstmanagement: Spiele

Ein Auszug aus meinem Buch “Emotionale Intelligenz bei Kindern fördern”

Eine wesentliche Voraussetzung für Selbstmanagement ist die Fähigkeit, eigene Emotionen wahrzunehmen, diese zu verstehen und sich seiner eigenen Werte, Bedürfnisse und Gefühle bewusst zu sein. Der verantwortliche Umgang mit Gefühlen erfordert die Fähigkeit, die eigene Stimmung zu steuern. Dabei hilft es, sich über die eigenen Gefühle zu äußern. „Wie geht es mir heute eigentlich?“ ist eine Frage, die auch wir als Erwachsene uns viel zu selten stellen; man funktioniert im Alltag einfach, ohne in sich
hineinzuspüren. Schon alleine durch die lapidare Frage, wie man sich heute eigentlich fühlt, geht man in Distanz, reflektiert sich selbst und kommt sich so auf die Schliche.

Ich mache so … (ab 5 Jahren)

Ziele Gefühle körperlich darstellen
Sozialform Gruppenspiel

Kinder sitzen im Kreis. Ein Kind beginnt das Spiel mit den Worten „Wenn ich wütend bin, mache ich so …“ und macht eine Geste, die seine Wut widerspiegelt, z. B. stampft es mit dem Fuß. Das nächste Kind wiederholt die Geste und fügt eine neue hinzu, z. B. stampft es mit dem Fuß oder zeigt den Stinkefinger. Reihum wiederholt dann jedes Kind die Gesten aller Kinder vor ihm und fügt eine neue hinzu.
Spielideen für die weiteren Runden: Wenn ich fröhlich bin, mache ich so, wenn ich traurig bin, mache ich so usw.

Eine Busfahrt mit viel Gefühl (5–8 Jahre)

Ziele Fremde Gefühle erkennen
Variante Das Spiel kann auch mit nur zwei Kindern gespielt werden. Dann fährt anstelle des Busses ein Auto
Sozialform Paar- oder Gruppenspiel

Der Spielleiter teilt mehreren Kindern verschiedene Gefühlsrollen zu, indem er z. B. sagt: „Du spielst die traurige Busfahrerin, du spielst die ängstliche Oma, du einen wütenden Geschäftsmann“ usw. Die Stühle stehen so in der Mitte, dass sie Bussitze repräsentieren. Die Busfahrerin geht in ihrer traurigen Stimmungslage zum Bus und setzt sich vorne hin. Los geht die Fahrt! An der ersten Haltestelle steigt die ängstliche Oma ein, an der zweiten Haltestelle der wütende Geschäftsmann usw. Während der Busfahrt kommen die Fahrgäste miteinander ins Gespräch, dabei werden sie immer vom Gefühl des zuletzt eingestiegenen Fahrgasts angesteckt. Die stimmungsvolle Busfahrt endet mit der Ansage des Fahrers: „Endstation, bitte alle aussteigen!“

Hinweis
Die verschiedenen Rollen der Fahrgäste können auch per Los gezogen werden. Nach der Busfahrt kann es ratsam sein, die Szenen auszuwerten: Wie ist es den Spielern ergangen? Welche Gefühle waren einfach, welche schwer darzustellen, und warum?
Wie haben sich die Fahrgäste körperlich und stimmlich verändert?

Sesam öffne dich! (5–12 Jahre)

Material Kleine Schatztruhe mit Schätzen, z. B. glitzernder Stein, kleines Stofftier, geheime Botschaft
Sozialform Gruppenspiel

Ein Geheimnis zu haben ist spannend und verursacht kräftiges Kribbeln im Bauch. Sowohl Kindern als auch Erwachsenen fällt es schwer, Geheimnisse zu bewahren. Die Kinder sitzen im Kreis, und in der Kreismitte steht eine kleine glitzernde Schatztruhe. Große Neugier macht sich breit, und jedes Kind möchte wissen, welcher Schatz darin verborgen ist. Die Spannung steigt. Nacheinander darf nun jedes Kind einen Blick in die Schatztruhe werfen. Aber Achtung, alles ist streng geheim! Mit geheimnisvoller Miene gehen die Kinder auf ihren Platz zurück, bis auch das letzte Kind das Geheimnis kennt. Endlich, auf das Kommando „Sesam öffne dich!“, verraten alle gemeinsam laut rufend das Geheimnis.