Die hier vorliegenden Aufgaben zur emotionalen Intelligenz (EQ) wurden mit Sorgfalt entwickelt, um ein tiefgreifendes Verständnis für emotionale Kompetenzen zu fördern. Bei der Konzeption und Ausarbeitung der Szenarien habe ich mich teilweise vom psychologischen Test MSCEIT inspirieren lassen, um wissenschaftlich fundierte Impulse in die Fragestellungen einfließen zu lassen. Um eine hohe Praxisrelevanz und inhaltliche Vielfalt zu gewährleisten, stammen weitere Aufgaben aus meiner eigenen Entwicklung und Erfahrung. Diese Kombination aus etablierten Ansätzen und Eigenentwicklung ermöglicht eine umfassende und differenzierte EQ-Analyse.
Gesichter
In dieser Aufgabe werden vier verschiedene Bilder von Personen präsentiert. Pro Bild werden drei Emotionen dargestellt. Sie sollen das Gefühl auswählen, das in dem Gesicht am ehesten ausgedrückt wird.
Aufgabe: Was bringen diese Gesichter am ehesten zum Ausdruck?
| 1. | 2. | 3. | 4. |
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| a) Freude b) Verlorenheit c) Begeisterung |
a) Überraschung b) Traurigkeit c) Stolz |
a) Enttäuschung b) Trauer c) Hoffnungslosigkeit |
a) Strenge b) Zorn c) Ahnungslosigkeit |
| Lösungen: 1. a) 2. c) 3. b) 4. a) |
Sinneseindrücke
Aufgabe: Versetzen Sie sich bitte in jeder der folgenden Situationen so gut wie möglich in das jeweilige Gefühl. Beantworten Sie bitte jede Frage, so gut es geht, auch wenn Sie sich das jeweilige Gefühl nicht vorstellen können.
1. Sie sind momentan arbeitssuchend. Nach zwei erfolgreichen Vorstellungsgesprächen hoffen Sie auf mindestens ein Jobangebot. Welcher Assoziation entspricht dieses Gefühl?
a. grün
b. Stein
c. Tür
2. Sie sind sehr angespannt vor der bevorstehenden Prüfung. Welcher Assoziation entspricht dieses Gefühl?
a. Brille
b. Bogen
c. Schlamm
3. Stellen Sie sich vor, Sie sehen einen Menschen in Not. Sie helfen ihm nicht, weil Sie Angst vor negativen Folgen (Verletzungen, Gewalt, Raub usw.) haben. Welcher Assoziation entspricht dieses Gefühl?
a. Schildkröte
b. Zug
c. Feuer
4. Sie haben keinen Kinderwunsch und erfahren von Ihrer Freundin, dass sie schwanger ist. Welcher Assoziation entspricht Ihre gemäßigte Reaktion?
a. Gefängnis
b. Schlamm
c. Kaktus
| Lösungen: 1. c) 2. b) 3. a) 4. a) |
Veränderungen
Diese Aufgabe testet das Wissen über potentiell auftretende Intensivierungen (z.B. aus Fröhlichkeit wird Freude) bzw. über mögliche Übergänge einer bestimmten Emotion (z.B. aus Unzufriedenheit wird Frust). Ihnen werden verschiedene Szenarien vorgelegt, für die Sie die am besten passende Option, wie sich die entsprechende Emotion verändern könnte, je aus fünf Antwortalternativen aussuchen sollen.
Aufgabe: Bitte wählen Sie am besten passende Option aus.
1. Pia hat etwas schlecht gemacht und fühlte sich zunehmend mies. Ihr Selbstvertrauen war im Keller. Kurz darauf fühlte sie sich..
a) gespannt
b) erleichtert
c) nutzlos
d) am Boden zerstört
e) zornig
2. Robert konnte sich nach einer langen Beziehung zu Inga ein Leben ohne sie gar nicht mehr vorstellen. Er war sehr überrascht, dass Inga sich nach einiger Zeit bei ihm gemeldet hatte. Vor seinem Treffen mit Inga nach der Trennung war er…
a) ungerührt
b) verzweifelt
c) gespannt
d) neugierig
e) ängstlich
3. Susanne fühlte sich entspannt und ausgeglichen. Sie nahm sich abends etwas Zeit, um alles aufzuzählen, wofür sie Danke sagen kann. Jedes Mal, wenn sie daran dachte, fühlte sie sich…
a) gelassen
b) akzeptiert
c) ausgepowert
d) erleichtert
e) glücklich
4. Ein Kollege von Klaus hat eine Prämie vom Chef bekommen, weil er einen Sonderauftrag erledigt hat. Als Klaus davon erfuhr, wurde er ein bisschen …
a) traurig
b) neidisch
c) eifersüchtig
d) betrübt
e) überrascht
| Lösungen: 1. d) 2. c) 3. e) 4. b) |
Komplexe Emotionen
Hier wird das Wissen bezüglich der Zusammensetzung verschiedener Emotionen u einer komplexen Emotion geprüft. Um diese Aufgabe lösen zu können, müssen Sie in der Lage sein, komplexe Emotionen in deren Einzelteile zu zerlegen bzw. mehrere Emotionen zu einer komplexeren Emotion zusammenzusetzen.
Aufgabe: Vervollständigen Sie die folgenden Sätze mit der am besten passenden Option.
1. Scham verbindet man mit
a) Verachtung und Anspannung
b) Furcht und Ekel
c) Hass und Schmerz
d) Bedauern und Scheu
e) Verdruss und Wut
2. Enttäuschung verbindet man mit
a) Reue und Hoffnungslosigkeit
b) Überraschung und Traurigkeit
c) Verlegenheit und Bedauern
d) Erwartung und Akzeptanz
e) Gelassenheit und Besorgnis
3. Optimismus verbindet man mit
a) Liebe und Hoffnung
b) Vertrauen und Glück
c) Freude und Erwartung
d) Fröhlichkeit und Zufriedenheit
e) Dankbarkeit und Stolz
4. Vertrauen verbindet man mit
a) Zufriedenheit und Optimismus
b) Stolz und Liebe
c) Einverleibheit und Akzeptanz
d) Erwartung und Gelassenheit
e) Nostalgie und Zuwendung
| Lösungen: 1. b) 2. b) 3. c) 4. c) |
Umgang mit eigenen Emotionen
In dieser Aufgabe wird die Fähigkeit gemessen, eigene Emotionen in die Entscheidungsfindung adäquat mit einzubeziehen bzw. eigene Emotionen zu regulieren. Es werden Situationsbeschreibungen vorgelegt, in der ein bestimmter Emotionszustand beschrieben wird, den es zu erreichen oder beizubehalten gilt. Um die Aufgabe korrekt zu lösen, muss die Testperson fähig sein, sich in die Lage der Person zu versetzen, die in der jeweiligen Situation beschrieben wird.
Aufgabe: Beurteilen Sie jede der vier Reaktionen auf eine Situation auf einer Skala von a (sehr unwirksam) bis e (sehr wirksam).
1. Karin ist verzweifelt in ihrer Beziehung. Ihr Freund, mit dem sie mehrere Jahre zusammen ist, spricht mit ihr nicht über seine Gefühle. Er scheint nicht sicher zu sein, was er will, erzählt ihr oft über seine ex-Freundin und zieht sich ab und zu zurück, weil er etwas Zeit zum Nachdenken braucht. Karin möchte Familie gründen und Kinder haben. Wie sehr würde jede der Reaktionen dazu beitragen, dass Karin sich besser fühlt?
Reaktion 1:
Karin denkt über ihre Beziehung nach und stellt fest, dass sie ihr viel Kraft raubt und sie unglücklich macht. Ihr Freund tut ihr nicht gut, deshalb entscheidet sie sich, sich von hm zu trennen.
| a) sehr unwirksam | b) etwas unwirksam | c) neutral | d) etwas wirksam | e) sehr wirksam |
Reaktion 2:
Karin setzt sich hin und ziehst Bilanz. Was hat sie erreicht? Was würde sie gern erreichen? Was hindert sie daran, es zu erreichen? Was kann sie ändern und was müsste dazu passieren? Sie entscheidet sich, mit ihrem Freund über Zukunftspläne zu reden.
| a) sehr unwirksam | b) etwas unwirksam | c) neutral | d) etwas wirksam | e) sehr wirksam |
Reaktion 3:
Karin lässt seinen Freund nicht mehr in die Nähe und gewinnt dadurch Abstand. Sollte ihr Freund sich bald nicht melden, verlässt sie ihn.
| a) sehr unwirksam | b) etwas unwirksam | c) neutral | d) etwas wirksam | e) sehr wirksam |
Reaktion 4:
Karin macht sich keine Gedanken über ihre Beziehung. Letztendlich hat ihr Freund nicht die Aufgabe, sie glücklich zu machen. Sie versucht, ihr Leben so zu gestalten, dass es ihr gut geht.
| a) sehr unwirksam | b) etwas unwirksam | c) neutral | d) etwas wirksam | e) sehr wirksam |
| Lösungen: 1. a) 2. a) 3. b) 4. c) |



